Escobar, die CIA und der Kampf gegen die Drogen

Weltpolitik
von The False Flag


Nahezu jeder hat die Story des einst so mächtig wie auch gefürchteten Kolumbianischen Drogenbosses, Carlos Escobar, schon einmal gehört. Gerüchte wonach Escobar mit den US Behörden CIA und DEA in gemeinsame Drogenschmuggeloperationen verstrickt sei, gab es auch immer, es waren eben Gerüchte.

Wobei, Stop! Nein, Mitte der 1990er Jahre wurde bekannt als auch offiziell, das die CIA aktiv in Drogenschmuggel und auch Handel, beteiligt war.

Chef der CIA war damals übrigens George Herbert Walker Bush. Und Bush leitete mit großem Ehrgeiz auch den vermeintlichen „Krieg gegen die Drogen“ (die Orwellsche Sprache ist auch hier allgegenwärtig).

„Natürlich geht es immer um Macht und die Kontrolle, es gibt mit Sicherheit niemanden der der CIA soviele Drogen verkauft hat wie mein Vater, Pablo Escobar.” – Juan Pablo Escobar alias Sebastian Marroquin

Das und noch die mehr interessantes sagt Juan Sebastian Marroquin, Sohn von Pablo Escobar in einem TV Interview erst im Feburar diesen Jahres im spanischen Fernsehen.

Die Agency finanzierte sich mit dem Erlös aus dem lukrativen Kokainhandel mitunter diverse Black Projects wie zb jene zur Unterstützung der Kontra-Rebellen in Nicaragua in den 1980ern.

Escobar´s Sohn geht mit den in den USA unliebsamen Veröffentlichungen ein bewusstes Risiko ein. Für den im Argentinischen Exil lebenden Sohn des Ur Narcos war es eine Art Befreiungsschlag all das Erlebte und Wissen nach Außen zu tragen. Angst vor dem Tod hat der Familienvater schon seit seiner Flucht aus Kolumbien.

Es ist für den neutralen Beobachter schon etwas seltsam das der Sohn des einst mächtigsten Drogenbarons der Welt, für die Taten seines Vaters bis heute in die Pflicht genommen wird, würde er nach Kolumbien zurückkehren, wäre er vermutlich nicht mehr unter uns. Er denkt erst gar nicht daran und hat sich in Argentinien eine neue Heimat geschaffen.

Während auf der anderen Seite wiederum, der einstige Mann fürs Grobe, Escobars zweite Hand, Spitzname “Popeye”, nach 23 Jahren Gefängnis und ebenfalls zwei veröffentlichten Büchern, in Kolumbien wie ein Volksheld vereehrt wird und nun sogar zum TV-Star avanciert. Ein kleines Detail am Rande, sein Sohn lebt in den USA.

Escobar und seine Gefolgschaft waren immer Fans des American Way of Life, über Jahre hinweg konnte Pablo Escobar in die USA reisen um sich so zum Beispiel Zuwachs für seinen Privatzoo zu erkaufen, ganz offiziell und legal. Mit dem nötigen Kleingeld und Verbindungen geht das auch in den USA. Die Aussagen von Juan Pablo Escobar ergeben nach einem genaueren Blick durchaus Sinn.

Genau wie beim Terrorismus handeln die USA schon seit Jahrzehnten auch im Drogenhandel. Sie unterwandern die Narcos um sie so zu kontrollieren und letztendlich auch zu lenken, gelingt letzteres nicht mehr muss man der Schlange den Kopf abschlagen und die nächste Hydra wird geboren.

Kurz nach Escobars Tod zog sich das verfeindete Cali-Cartell zurück und das Kapitel um den Drogenhandel und Kolumbien wurde offiziell geschlossen, die Rolle Escobars hat nun Chapo Guzman inne. Die Akteure wechseln, das Spiel bleibt gleich.

Quelle:

http://www.infobae.com/america/america-latina/2017/02/07/nueva-revelacion-del-hijo-de-pablo-escobar-mi-papa-trabajaba-para-la-cia/ 

FOTOQUELLE: Harvardpolitics.com

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