Wie gefährlich ist Trump wirklich?

 Weltpolitik
von Manuel Cornelius und Watergate.tv


Spätestens seit dem militärischen Alleingang gegen Syrien wissen wir das US Präsident Donald Trump bereit ist militärisch die Muskeln spielen zu lassen. Nun wurde bekannt das er Flugzegträger Richtung Korea beordern ließ, das Ziel ist klar, Nordkorea soll nun in die Knie gezwungen werden. Welche Konsequenzen ein derartiger Militärschlag zu bedeuten hätte dürfte dem Trump egal sein.

Auch die schützende Hand Chinas dürfte ihn nicht weiter abschrecken, so berichten Insider das China das eigentliche Ziel der Aktion sei um den großen Gegner einzuschüchtern, bzw ihn im Chinesischen Meer in die Schranken zu weisen.

Das Nordkorea mit seinen Atomraketentests für die USA noch keine echte Bedrohung darstellt gilt unter Experten als bewiesen

Ballistic rocket is seen launching during a drill by the Hwasong artillery units of the KPA Strategic Force in this undated picture provided by KCNA in Pyongyang on July 21, 2016. KCNA/via ReutersATTENTION EDITORS – THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. SOUTH KOREA OUT. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS.Ê TPX IMAGES OF THE DAY – RTSIY5G

 

Es gilt nun abzuwarten wie bereit Donald Trump wirklich ist einen Dritten Weltkrieg in Kauf zu nehmen.

Eines gilt als sicher, all jene die meinten das Trump für die Welt sicherer sei als Hillary Clinton haben sich spätestens jetzt geirrt, ich inklusive.

Trump-Fans wollen ihr Geld zurück

Mit dem Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt hat US-Präsident Donald Trump ultrarechte Unterstützer gegen sich aufgebracht. Unter dem am Freitag ins Leben gerufenen Hashtag #syriahoax (Syrien-Falschmeldung) werfen Vertreter der rechtsradikalen Alt-Right-Bewegung Trump vor, von seinen während des Wahlkampfs bezogenen nationalistischen und isolationistischen Positionen abzurücken.

Auf Anordnung Trumps hatten die US-Streitkräfte in der Nacht auf Freitag 59 Tomahawk-Marschflugkörper auf die Luftwaffenbasis al-Schairat in der Provinz Homs abgefeuert. Trump bezeichnete seine Entscheidung als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag auf die nordwestsyrische Kleinstadt Chan Scheichoun, bei dem nach Angaben von Aktivisten mindestens 86 Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, getötet wurden.

Für alle jene die Trump im Vorfeld ihr Vertrauen geschenkt haben sind diese Aktionen auf jeden Fall ein wahrer Affront.

 

Trump bombardiert Militärstützpunkt in Syrien

Gestern Abend hat US-Präsident Donald Trump als Vergeltung für den angeblichen Giftgasangriff in Syrien einen Militärstützpunkt der syrischen Luftwaffe mit Raketen bombardiert. Seit dem nun 6 Jahre andauernden Krieg gegen die Dschihadisten-Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien haben die USA nun den offenen Krieg gegen Assad eröffnet.

Der Angriff fand jedoch ohne die Zustimmung des US-Kongresses, so wie es die Verfassung vorsieht, statt.

Trump reagierte auf den angeblichen Giftgasangriff  des syrischen Regimes und bezeichnete den Militäreinsatz am Donnerstagabend als „grundlegend für die nationale Sicherheit“ seines Landes. Die jahrelangen Versuche, Assad zu Einlenken zu bewegen, seien nicht erfolgreich gewesen. Es liege daher im „vitalen nationalen Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten“, die Verbreitung von chemischen Waffen zu verhindern, sagte Trump aus Florida, wo er sich zur Zeit mit dem Chinesischen Präsidenten XI Jinping trifft. Alle „zivilisierten Nationen“ müssten das Blutvergießen in Syrien stoppen, forderte er zudem. Der Sturz des syrischen Staatschef Assad ist beschlossen. Es gebe keine Zweifel, dass die Regierung von Assad für den Angriff verantwortlich sei.

Mit dem Giftgasangriff seien für Trump „eine Menge Linien“ überschritten worden. Für das US-Verteidigungsministerium besteht wohl kein Zweifel daran, dass der Giftgasangriff vom syrischen Regime ausging. Das Pentagon behauptete, syrische Kampfpiloten hätten Luftangriffe mit Giftgaseinsatz auf einen Ort im Nordwesten Syriens durchgeführt. US-Außenminister Tillerson sagte, „es sei sehr wichtig, dass die russische Regierung ihre Unterstützung für Assad sehr sorgfältig überdenke“.

Moskau will ein Treffen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen einberufen und erwägt nun, die Zusammenarbeit mit den USA in Syrien zu beenden.

Giftgasangriff eine False-Flag-Operation?

Wie der russische Präsidentensprecher Peskow nach dem Giftgasangriff am Dienstag betonte, gebe es keinerlei Hinweis auf einen Giftgasangriff durch Syriens Armee.

Die syrische Regierung argumentierte, dass sie keine Chemiewaffen mehr besitze, nachdem sie sich 2013 mit den Vereinten Nationen darauf einigte, diese zu zerstören. Damaskus wies zurück, chemische Systeme gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt zu haben. „Die syrische Armee hat diese Art von Waffen niemals eingesetzt und wird sie niemals einsetzen, nicht gegen unser eigenes Volk und noch nicht einmal gegen die Terroristen, die unser eigenes Volk töten“, sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallim am Donnerstag in Damaskus.

Haben wir es hier nicht vielmehr mit einer Operation „unter Falscher Flagge“ zu tun? Assad würde mit einem Giftgasangriff am meisten verlieren, es macht keinen Sinn, so etwas zu riskieren. Es ist also mehr als unwahrscheinlich, dass das Assad Regime für den Angriff verantwortlich ist. Der Angriff ist vielmehr zum Vorteil der Rebellen und Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat. Diese könnten mit diesem Angriff gezielt Damaskus diskreditieren und das militärische Eingreifen der USA provozieren.

Trump unterstellt Syrien Absicht

Nach dem Giftgas-Vorfall hatte Trump seinen Ton gegenüber Syrien zunächst verschärft und machte Assad für den Angriff auf die eigene Bevölkerung verantwortlich. Seine Einschätzung des syrischen Präsidenten habe sich „sehr geändert“, sagte Trump nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah in Washington.

Im UN-Sicherheitsrat in New York wurde nach dem Giftgasangriff  in Syrien diskutiert.  An der Frage der Verantwortung für den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat sich ein scharfer Streit zwischen Russland und dem Westen entzündet. Die USA drohten am Dienstag einseitige Schritte an, sollten sich die Vereinten Nationen nicht auf eine gemeinsame Reaktion gegen Syrien verständigen. Eine von den USA, Großbritannien und Frankreich eingebrachte Resolution wies Russland zurück. Die Vorlage sollte den Angriff verurteilen und eine baldige Untersuchung fordern.

Russland: US-Angriff unter erfundenem Vorwand

Die russische Regierung geht offiziell davon aus, dass die syrische Luftwaffe bei dem Angriff auf terroristische Stützpunkte ein Giftstofflager der Terroristen getroffen habe. Die russischen Streitkräfte haben jegliche Verantwortung für den mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien zurückgewiesen. In der betroffenen Region um die Stadt Chan Scheichun habe die russische Luftwaffe keinerlei Bombenangriffe geflogen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit.

Präsident Putin hat sich über seinen Sprecher zum Angriff der USA gegen Syrien geäußert. „Er betrachtet die Attacke als Aggression gegen eine souveräne Nation“, sagte Dimitry Peskow, mit der Betonung, der Präsident glaubt die Angriffe wurden „unter Verletzung des internationalen Rechts und auch unter erfundenen Vorwand durchgeführt.“

Peskow besteht darauf, „die syrische Armee hat keine Chemiewaffen“, und er sagte, „dies wurde kontrolliert und von der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen bestätigt, eine spezielle UN-Einheit.“

Putin sieht den US-Raketenangriff auf Syrien als Versuch von den zivilen Opfern im Irak abzulenken, sagte Peskow. „Dieser Schritt verursacht einen erheblichen Schaden in den amerikanischen-russischen Beziehungen, die bereits in einem miserablen Zustand sind“, sagte Peskow.

 Wem nützt der Giftgasangriff?

Seit 2015 hatte Obama die sogenannte „rote Linie gezogen“: Wenn Syrien Giftgas einsetzt, dann wird die USA militärisch gegen das Regime vorgehen“. Die Ankündigung Obamas kann aber als eine Einladung zu einem Angriff unter Falscher Flagge gesehen werden. Assad Gegner könnten so einen Giftgasangriff führen um das Regime dafür zur Verantwortung zu ziehen und die USA zum Eingreifen zu bewegen.

Der große Giftgasangriff 2013 auf die Region Ghouta bei Damaskus mit über 1300 Toten geschah zu einem Augenblick, als gerade nach massivem Druck von Syrien und Russland eine UN-Kommission in Damaskus gelandet war um festzustellen, ob bei dem kleineren Anschlag zuvor im März 2017 tatsächlich Giftgas eingesetzt worden ist und wer dafür verantwortlich war. Ein US-Angriff war zu dem Zeitpunkt also nicht möglich.

Wem nützt ein Angriff unter Falscher Flagge? In der aktuellen Situation sind die Assad Truppen an allen Fronten auf dem Vormarsch, während die Rebellen sehen, dass sie überall militärische Niederlagen erleiden. Auch Trump hatte erklärte, das Assad Regime könne zumindest vorerst an der Regierung bleiben – er konzentriere sich auf den Kampf gegen die Terroristen. Vielleicht war der Giftgasangriff der letzte Versuch, zugunsten der extremistischen Dschihadisten zu wenden, die davon profitieren können.

Doch wer steckt eigentlich hinter den Dschihadisten, hinter dem Islamischen Staat? Wer hat ein Interesse daran, dass es im Konflikt um Syrien zu einer Verhärtung der Fronten zwischen Russland und den USA kommt? Wer hat ein Interesse daran, dass die syrische Regierung gestürzt wird, damit auch dort, wie im Irak und in Afghanistan, pro-amerikanische „Regierungen“ eingesetzt werden

Wenn wir uns die Bombardierungen von Mossul im Irak, die von den Amerikanern durchgeführt werden, ansehen, lenkt der Giftgasangriff sehr schön von dem ab, was dort, im Irak tatsächlich geschieht. Die Zahl der Toten ist ungleich höher.

Wie reagiert die Welt auf Trumps Angriff?

Russland

Präsident Putin hält die US-Angriffe in Syrien für eine Aggression gegen einen souveränen Staat, die gegen das Völkerrecht verstoßen und darüber hinaus unter einem ausgedachten Vorwand. Pressesprecher Peskov wies auch darauf hin, dass die syrische Armee keine chemischen Waffen besäße. Dies wurde „untersucht und von der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen, einer speziellen UN-Einheit, bestätigt. Er fügte hinzu, dass Russland im Eilverfahren ein UN-Sicherheitsmeeting fordern werde, um die Situation zu besprechen. Der US-Angriff füge den Beziehungen zu Washington einen „beträchtlichen Schaden“ zu.

Russland hat jetzt nach dem US-Angriff auf einen syrischen Militärstützpunkt eine mit den USA geschlossene Vereinbarung über die Vermeidung von Zusammenstößen im syrischen Luftraum ausgesetzt. Bislang hatten beide Länder Daten über Flugbewegungen ausgetauscht, um Kollisionen zu verhindern.

Puschkow, Leiter der russischen PACE-Delegation: Im 21. Jahrhundert hatte jeder US-Präsident einen eigenen Krieg im Nahen Osten, oder auch zwei Kriege. Wenn Trump in Syrien einmarschiert, stellt er sich in eine Reihe mit Bush und Obama.

Iran

Auch der Iran hat den US-Angriff scharf verurteilt. Der Iran zählt zu den wichtigsten Verbündeten von Syriens Staatschefs Assad.

US-Kongress

Die Demokratin Barbara Lee, eine erklärte Pazifistin, kritisierte den Angriff. „Das ist ein Kriegsakt“ „Der Kongress muss zu einer Sitzung zusammenkommen und eine Debatte abhalten. Alles andere ist die Abgabe unserer Verantwortung.“ Der republikanische Senator Rand Paul sagte, die Verfassung verlange die Zustimmung des Kongresses.

Mehrere Abgeordnete, darunter Ryan und Schumer, forderten, dass Trump bei weiteren Militärangriffen den Kongress konsultieren müsse. Der führende demokratische Außenpolitiker im Senat, Ben Cardin, sagte: „Ich kann es nicht oft genug betonen, jede länger andauernde oder größere Militäroperation in Syrien durch die Trump-Regierung muss in Absprache mit dem Kongress erfolgen.“

Die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard  verurteilte die Angriffe auf die Militärbasis, da sie nur eins erreichen würden: „Al-Kaida zu stärken“

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu begrüßte den US-Angriff auf Syrien. Trump habe eine „starke und klare Botschaft“ ausgesendet, dass der Gebrauch und die „Verbreitung von Chemiewaffen“ nicht toleriert werden, erklärte das Büro Netanjahus am Freitag. Israel unterstütze die Entscheidung Trumps „voll“ und hoffe, dass die Botschaft „nicht nur in Damaskus, sondern auch in Teheran, Pjöngjang und anderswo“ gehört werde.

Linke: „Jetzt droht ein Weltkrieg“

Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Jan van Aken, hat den US-Angriff scharf kritisiert. Van Aken sagte am Freitag dem SWR: „Was für ein Irrsinn!“ Es bestehe jetzt „die große Gefahr, dass es weiter eskaliert.“ Er befürchte nun, „dass es sich hochschaukelt zwischen Russland und den USA“. Van Akens Fraktionskollegin Sevim Dagdelen sagte dem SWR, bisher sei ein Stellvertreterkrieg geführt worden. „Jetzt droht ein Weltkrieg.“ Von der Bundesregierung verlangte sie:

Die Bundesregierung müsse sich für ein Ende der US-Angriffe einsetzen. Und klar machen, „dass deutsches Territorium  dafür nicht zur Verfügung steht“.

CDU-Außenpolitiker warnt vor weiteren US-Alleingängen gegen Syrien

Der Unions-Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags, Roderich Kiesewetter (CDU), hat vor weiteren militärischen Alleingängen der USA gegen Syrien gewarnt: „Weitere US-Einsätze würden  den Konflikt weiter zuspitzen und die Lage noch unübersichtlicher machen. Eine abgestimmte Position des Westens hätte nachhaltigeren Erfolg“.

Fazit:

Warum sollte Assad Giftgaswaffen gegen sein eigenes Volk einsetzen? Wie kann ein Angriff mit Chemiewaffen erfolgen, wenn laut UN bereits 2014 alle Chemiewaffen in Syrien vernichtet wurden? Haben wir es hier nicht mit einer ähnlichen Situation zu tun, wie im Irak 2003, als US-Geheimdienste behaupteten, Saddam Hussein hätte Chemiewaffen und dies US-Präsident Bush zum Anlass nahm, Krieg zu führen? Wir wissen heute, dass dies eine Lüge war, um dort bestimmte Machtinteressen gewaltsam zu vertreten.

Fallen wir dieses Mal wieder darauf herein? Wird der Krieg nur in Syrien stattfinden oder wird er dieses Mal im Konflikt mit Russland eskalieren und Europa in einen Dritten Weltkrieg hineinziehen?

Uns bleibt nur zu hoffen, dass Putin und die Bundesregierung jetzt überlegt und intelligent reagieren.

Deutschland muss endlich wieder auf die Straßen gehen und demonstrieren. Woche für Woche, zu Hunderttausenden in allen Städten – sonst wird es uns und Deutschland bald nicht mehr geben. Dies muss so massiv geschehen, dass selbst die Mainstreammedien nicht mehr daran vorbeikommen darüber zu berichten.

Für den Frieden und unsere Freiheit!

Quellen:

http://orf.at/stories/2386750/2386751/
http://www.whitehouse.gov/
http://www.watergate.tv/2017/04/07/jane-simpson-assad-trump-raketen-dritter-weltkrieg/

Comments

comments

Kommentar hinterlassen

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*

Verschiedene Suchbegriffe